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Allgemeine Geschäftsbedingungen

Plattform-AGB von SecondSpin

Stand: 11. Mai 2026 · Version: 2026-05-11

§ 1 Geltungsbereich und Änderungsvorbehalt

Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen (im Folgenden „AGB“) gelten für die Nutzung der Plattform SecondSpin durch registrierte Nutzer (Käufer und Verkäufer) und regeln das Rechtsverhältnis zwischen den Nutzern und dem Plattformbetreiber, Paul Georgi (Einzelunternehmer), Heegwaldstraße 16, 65451 Kelsterbach (im Folgenden „SecondSpin“ oder „wir“). Maßgeblich ist die jeweils zum Zeitpunkt der Registrierung gültige Fassung.

SecondSpin behält sich vor, diese AGB mit Wirkung für die Zukunft anzupassen, soweit dies erforderlich ist, um veränderten rechtlichen oder technischen Rahmenbedingungen Rechnung zu tragen. Nutzer werden über Änderungen mindestens sechs Wochen vor Inkrafttreten in Textform informiert und können der Änderung innerhalb dieser Frist widersprechen. Im Falle eines Widerspruchs gelten die bisherigen AGB fort; SecondSpin bleibt jedoch berechtigt, das Nutzungsverhältnis mit angemessener Frist zu kündigen.

§ 2 Marktplatz-Stellung von SecondSpin

SecondSpin ist ein Marktplatz und Vermittler. Wir betreiben eine technische Plattform, auf der Privatpersonen und gewerbliche Anbieter Kompletträder zum Verkauf anbieten und Käufer diese erwerben können.

SecondSpin ist nicht Verkäufer der auf der Plattform angebotenen Waren. Kaufverträge kommen unmittelbar und ausschließlich zwischen Käufer und Verkäufer zustande. SecondSpin wird zu keinem Zeitpunkt Eigentümer der Waren und ist auch nicht Bevollmächtigter eines Verkäufers, soweit nicht ausdrücklich abweichend vereinbart.

Käufer und Verkäufer wickeln Zahlung, Versand und Übergabe direkt untereinander ab. SecondSpin ist zu keinem Zeitpunkt am Geldfluss beteiligt und bietet weder eine eigene Zahlungsabwicklung noch eine Treuhand-Funktion oder einen Käuferschutz an. Für die Vermittlung wird keine Provision erhoben.

SecondSpin schuldet keine Sachmängelhaftung, keine Garantie und kein Widerrufsrecht aus den auf der Plattform vermittelten Verträgen. Diese Pflichten treffen ggf. den Verkäufer nach Maßgabe der gesetzlichen Vorschriften und seiner eigenen Vertragsbedingungen.

§ 3 Registrierung und Konto

Die Registrierung steht ausschließlich natürlichen Personen offen, die das 18. Lebensjahr vollendet haben und unbeschränkt geschäftsfähig sind. Pro Person ist nur ein Account zulässig. Bei der Registrierung sind wahrheitsgemäße und vollständige Angaben zu machen; Änderungen sind unverzüglich zu aktualisieren.

Gewerbliche Nutzer (Händler) sind verpflichtet, ihre gewerbliche Tätigkeit bei der Registrierung offenzulegen und die nach Art. 30 der Verordnung (EU) 2022/2065 (Digital Services Act) erforderlichen Identifikationsdaten, insbesondere Name, Anschrift, Telefonnummer, E-Mail-Adresse, Registereintrag und Selbst-Erklärung über die Konformität der angebotenen Waren, zur Verfügung zu stellen. SecondSpin ist berechtigt, diese Angaben zu überprüfen und die Freischaltung gewerblicher Inserate bis zur erfolgreichen Verifikation zurückzustellen.

§ 4 Inserieren und Verkaufen, Pflichten des Verkäufers

§ 4.1 Allgemeine Pflichten beim Einstellen von Inseraten

Der Verkäufer versichert mit jedem Inserat, dass er Eigentümer des angebotenen Rades ist oder über eine anderweitige Berechtigung zum Verkauf verfügt, dass keine Rechte Dritter (insbesondere Eigentums-, Marken- oder Urheberrechte) verletzt werden und dass die Angaben zum Zustand, zur Beschaffenheit und zu den technischen Eigenschaften des Rades wahrheitsgemäß und vollständig sind. Fotos müssen den tatsächlichen Zustand des angebotenen Rades zeigen. Bei Statusänderung (Verkauf, Rücknahme, Unverfügbarkeit) ist das Inserat unverzüglich zu aktualisieren oder zu löschen.

Zu den Mindestangaben eines Inserats gehören insbesondere:

§ 4.2 Privatverkäufer (Verbraucher im Sinne des § 13 BGB)

Bei Inseraten von Privatverkäufern (Verbrauchern im Sinne des § 13 BGB) erscheint automatisch und nicht editierbar folgender Hinweis: „Verkauf von privat unter Ausschluss jeglicher Gewährleistung. Der Ausschluss gilt nicht für Schadensersatzansprüche aus grob fahrlässiger bzw. vorsätzlicher Pflichtverletzung sowie für die Verletzung von Leben, Körper und Gesundheit.“ Dieser Hinweis spiegelt die ständige Rechtsprechung zum wirksamen Gewährleistungsausschluss im Verbraucher-Privatverkauf wider und ist Bestandteil des jeweiligen Kaufvertrags zwischen Käufer und Privatverkäufer.

§ 4.3 Gewerbliche Anbieter (Unternehmer im Sinne des § 14 BGB)

Gewerbliche Anbieter (Unternehmer im Sinne des § 14 BGB) sind verpflichtet, die gesetzlichen Verbraucherschutzvorschriften einzuhalten. Hierzu zählen insbesondere die Bereitstellung einer Widerrufsbelehrung nach Art. 246a EGBGB im Bestellprozess, die Einhaltung der gesetzlichen Gewährleistungspflichten gemäß §§ 434 ff. BGB sowie die korrekte Preisangabe nach der Preisangabenverordnung (PAngV). Die Verkürzung der Gewährleistungsfrist bei gebrauchten Sachen nach § 476 Abs. 2 BGB auf ein Jahr ist nur unter den dort genannten Voraussetzungen wirksam und muss gegenüber dem Käufer ausdrücklich erklärt werden.

§ 4.4 Eigene Inhalte und Nutzungslizenz

Der Nutzer behält das Urheberrecht an von ihm hochgeladenen Fotos und Inhalten. Mit dem Einstellen räumt er SecondSpin ein einfaches, räumlich auf das Gebiet der Bundesrepublik Deutschland und der Europäischen Union beschränktes, zeitlich auf die Dauer der Inseratsveröffentlichung sowie eines angemessenen Archivierungszeitraums beschränktes Nutzungsrecht zur Vervielfältigung, Verbreitung und öffentlichen Zugänglichmachung der Inhalte im Rahmen der Plattform sowie für plattformbezogene Marketing-Zwecke ein. Eine Weitergabe an Dritte zu Zwecken außerhalb der Plattform erfolgt nicht.

§ 5 Kaufen, Pflichten des Käufers

Käufer sind verpflichtet, bei Kontaktanfragen wahrheitsgemäße Angaben zu machen und die Plattform nicht missbräuchlich zu nutzen, insbesondere keine automatisierten Abfragen (Scraping), keine Spam-Anfragen und keine Anfragen ohne Kaufinteresse zu stellen. Die Verantwortung für die Prüfung der technischen Passgenauigkeit (Eintragungsfähigkeit, Felgen-/Reifen-Spezifikation) sowie der rechtmäßigen Verwendbarkeit liegt beim Käufer; die auf der Plattform angezeigte Kompatibilitäts-Indikation stellt keine rechtsverbindliche Zusicherung dar.

§ 6 Plattform-Eigenleistungen und ihre Grenzen

Im Rahmen der Plattform stellt SecondSpin eigene Hinweisfunktionen bereit, insbesondere:

Diese Hinweise sind technische Indikationen der Plattform. Sie sind insbesondere keine Zusicherungen oder Garantien des Verkäufers im Sinne des § 444 BGB und ersetzen weder die Angaben des Verkäufers noch eine sachverständige Prüfung am Fahrzeug.

Maßgeblich für den Vertragsinhalt sind ausschließlich die Angaben des Verkäufers im Inserat sowie etwaige zusätzliche Vereinbarungen zwischen den Vertragsparteien.

§ 7 Rechtswidrige und unzulässige Inhalte, Notice-and-Action (Art. 16 DSA)

Nutzer und Dritte können Inserate, die sie für rechtswidrig oder mit diesen AGB unvereinbar halten, über die in der Detailansicht jedes Inserats verfügbare Melde-Funktion an SecondSpin melden. Meldungen müssen enthalten: eine Begründung, weshalb der Inhalt rechtswidrig oder regelwidrig ist, die genaue Angabe des betroffenen Inserats sowie Kontaktdaten des Meldenden (für Auskunftsersuchen ausreichend).

SecondSpin prüft eingehende Meldungen ohne unangemessene Verzögerung, in der Regel innerhalb von sieben Tagen, und entscheidet über die Entfernung, Sperrung oder Belassung des Inhalts. Über die Entscheidung werden sowohl der Meldende als auch der betroffene Anbieter unter Angabe der Gründe gemäß Art. 17 DSA informiert.

§ 8 Haftung von SecondSpin als Plattform

SecondSpin haftet für eigene Inhalte und Eigenleistungen nach den allgemeinen Vorschriften.

Für fremde Inhalte, insbesondere für die von Verkäufern eingestellten Inserate, Beschreibungen, Fotos und Verkäufer-Angaben, ist SecondSpin nicht verantwortlich (§ 8 DDG, Art. 6 DSA). SecondSpin ist nicht verpflichtet, fremde Informationen zu überwachen oder nach Umständen zu forschen, die auf eine rechtswidrige Tätigkeit hinweisen (§ 8 Abs. 2 DDG, Art. 8 DSA).

Sobald SecondSpin Kenntnis von einer offensichtlichen Rechtswidrigkeit eines Inhalts erlangt, wird der Inhalt unverzüglich entfernt oder der Zugang zu ihm gesperrt. Hinweise auf rechtswidrige Inhalte können über das Notice-and-Action-Verfahren (Sektion 7) eingereicht werden.

Die Haftung von SecondSpin für leichte Fahrlässigkeit ist auf die Verletzung wesentlicher Vertragspflichten und auf den vertragstypischen, vorhersehbaren Schaden begrenzt. Diese Beschränkungen gelten nicht bei Vorsatz, grober Fahrlässigkeit, Verletzung von Leben, Körper oder Gesundheit sowie bei Ansprüchen nach dem Produkthaftungsgesetz.

Da SecondSpin lediglich als Vermittler zwischen Nutzern auftritt und nicht Vertragspartner der zwischen Nutzern abgeschlossenen Verträge ist, schließt SecondSpin jede Haftung für die Erfüllung, Mängelfreiheit und sonstige Eigenschaften der zwischen Nutzern gehandelten Waren ausdrücklich aus.

§ 9 Sperrung, Löschung, Beschwerdemanagement (DSA Art. 17, 20)

SecondSpin ist berechtigt, Inserate zu entfernen oder zu sperren und Nutzer-Accounts zu sperren oder zu kündigen, wenn ein hinreichender Verdacht eines Verstoßes gegen geltendes Recht oder gegen diese AGB besteht. Vor einer Sperrung wird der betroffene Nutzer, soweit dies nicht aus rechtlichen Gründen oder zur Schadensabwehr ausgeschlossen ist, angehört. Über die Entscheidung erfolgt eine begründete Mitteilung gemäß Art. 17 DSA. Gegen die Entscheidung kann der Nutzer innerhalb von sechs Monaten Widerspruch einlegen; SecondSpin überprüft die Entscheidung daraufhin erneut.

Unabhängig davon kann jeder Nutzer sein Konto und die zugehörigen personenbezogenen Daten jederzeit selbst löschen, entweder über die Self-Service-Funktion unter /mein-lager → Einstellungen → Account löschen oder per Mail an secondspin24.de@gmail.com. Die Einzelheiten der Datenlöschung sind in der Datenschutzerklärung beschrieben.

§ 10 Änderungen dieser AGB

Der Änderungsvorbehalt einschließlich der Sechs-Wochen-Frist, der Widerspruchsmöglichkeit und der Kündigungsfolge ist in § 1 geregelt. Auf diese Regelung wird verwiesen.

§ 11 Schlussbestimmungen

§ 11.1 Verbraucherstreitbeilegung

SecondSpin ist weder bereit noch verpflichtet, an Streitbeilegungsverfahren vor einer Verbraucherschlichtungsstelle teilzunehmen (§ 36 VSBG).

§ 11.2 Anwendbares Recht und Gerichtsstand

Auf das Vertragsverhältnis zwischen SecondSpin und den Nutzern findet das Recht der Bundesrepublik Deutschland Anwendung. Für Verbraucher gilt diese Rechtswahl nur insoweit, als nicht der durch zwingende Bestimmungen des Rechts des Staates, in dem der Verbraucher seinen gewöhnlichen Aufenthalt hat, gewährte Schutz entzogen wird.

Erfüllungsort und Gerichtsstand für alle Streitigkeiten aus diesem Vertragsverhältnis ist der Sitz des Plattformbetreibers, soweit der Nutzer Kaufmann, juristische Person des öffentlichen Rechts oder öffentlich-rechtliches Sondervermögen ist oder im Inland keinen allgemeinen Gerichtsstand hat. Für Verbraucher gelten die gesetzlichen Bestimmungen der Zivilprozessordnung.

§ 11.3 Salvatorische Klausel

Sollte eine Bestimmung dieser AGB ganz oder teilweise unwirksam sein oder werden, bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen unberührt. An die Stelle der unwirksamen Bestimmung tritt die gesetzliche Regelung.

§ 11.4 Mitteilungen und Textform

Mündliche Nebenabreden zwischen Nutzer und SecondSpin bestehen nicht. Soweit Mitteilungen zwischen SecondSpin und Nutzer erforderlich sind, erfolgen diese in Textform (§ 126b BGB) per E-Mail an die im Account hinterlegte bzw. die im Impressum angegebene E-Mail-Adresse.

Verweise: Datenschutzerklärung · Impressum